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Chronik

 

 
Quelle: HNA 10.01.2011
     

Die Nachfrage steigt rasant, ausgerechnet da bricht ein Standbein weg: 711 Menschen haben inzwischen eine Kundenkarte für die Mündener Tafel, doch die Ausgabestelle bei der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) schließt. Dort konnten immer donnerstags die gespendeten Lebensmittel abgeholt werden. Grund für die Schließung sind massive Kürzungen bei der GAB (wir berichteten).

Für die Mündener Tafel bedeutet das: Wahrscheinlicher Umzug ins Geschwister-Scholl-Haus (GSH) sowie die dringende Suche nach zehn bis 15 neuen Ehrenamtlichen. Bisher haben die GAB-Mitarbeiter die dortige Essensausgabe betreut. Diese stehen nun nicht mehr zur Verfügung. Außerdem fuhr die GAB zwei Mal die Woche die großen Lebensmittelgeschäfte an, um Spenden abzuholen. Tafel-Vorsitzende Barbara Jankowski: „Wir brauchen jetzt ein zweites Fahrzeug.“

Das alles kommt überraschend zu einem Zeitpunkt, zu dem die Mündener Tafel gerade die Verantwortung für Bedürftige aus Reinhardshagen übernommen hat. Für die hessische Nachbargemeinde wäre eigentlich die Tafel in Hofgeismar zuständig, „aber viele der Kunden haben kein Auto, und da ist es für sie einfacher, nach Hann. Münden zu kommen“, sagt Jankowski. In Absprache mit der Hofgeismarer Tafel hat Münden also den Nachbarort in die Verteilung aufgenommen. So sei die Zahl der Kunden im letzten Quartal 2010 noch einmal sprunghaft angestiegen. Zum Vergleich: Im August hatte die Mündener Tafel 400 Kundenkarten ausgestellt. Und die Nachfrage steige weiter: Die Reihe derer, die Kundenkarten beantragen, reißt nicht ab.

Im GSH wird bereits immer montags Essen ausgegeben. Viele Kunden nutzten tatsächlich beide Termine, um sich und ihre Familien mit Nahrung zu versorgen. Im Januar 2010 gab die Tafel 611 Essenstüten aus, im November 682.