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Chronik

 

 
     

Die Zahl der Menschen, die auf kostenlose Lebensmittel von der Mündener Tafel
angewiesen sind, hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre verdoppelt.

Schon bald nach Beginn der Lebensmitte-lausgabe im Sommer 2005 gab es 200 Hilfebedürftige, die das Angebot nutzten. Inzwischen haben 400 Menschen eine Kundenkarte der Mündener Tafel.
Da in der Regel noch weitere Familienan-gehörige von den Karteninhabern mit versorgt werden, sind es derzeit rund 1200 Menschen, die Lebensmittel von der Tafel erhalten, sagt Vorsitzender Peter Martin.

Während in der Anfangszeit zu den zwei wöchentlichen Ausgabeterminen 50 bis 60 Menschen kamen, stellten sich zuletzt meist 75 bis 85 Bedürftige in die Schlange an den Ausgabestellen."Seit etwa einem dreiviertel Jahr beobachten wir einen eklatanten Anstieg", berichtet Peter Martin.

Die Nachfrage sei an allen acht bis neun Ausgabetagen im Monat hoch. Früher hätten einige der Tafel-Kunden erst zum Monatsende, wenn das Geld zur Neige ging, auf das Angebot zurückgreifen müssen. Während sich ein Wirtschaftsunternehmen über Expansion freuen würde, mag bei der Mündener Tafel zu ihrem fünfjährigen Bestehen keine Freude über die steigenden Kundenzahlen aufkommen.
"Offenbar ist die Not vieler Menschen so groß, dass sie ihre Scham überwinden und zu uns kommen."

Dankbar ist der Vereinsvorstand aber für das Engagement der 25 Ehrenamtlichen,
die beim Sammeln der Lebensmittel und an den Ausgabestellen helfen.
Auch auf die regelmäßigen Spenden überschüssiger Lebensmittel aus 15 Supermärkten und Geschäften
im Altkreis könne man sich seit fünf Jahren verlassen. (rud)