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Chronik

 

 
     

Die AWO macht den Anfang, andere werden im Lauf des Jahres 2010 folgen: Das Geschwister-Scholl-Haus (GSH) in Hann. Münden soll im neuen Jahr zum Haus für alt und jung werden. Nachdem die Fraktionen über das neue Konzept informiert worden waren, skizzieren Bürgermeister Klaus Burhenne und Gleich-stellungsbeauftragte Karola Schwigon, die das Ganze erarbeitet hat, die Ideen nun auch öffentlich.

Demnach hat die AWO neue Mitarbeiter bekommen und will bereits zum April von der Burgstraße ins GSH umziehen. Angefragt habe auch das DRK, das mit zwei Gruppen von behinderten Jugendlichen unterm Dach des GSH arbeiten will. Die Jugendpflege behält genausoviel Platz wie vorher, und auch die Stellen der Mitarbeiter bleiben unangetastet. Die Kleiderkammer der Diakonie würde dort ebenso einen Platz finden wie die Mündener Tafel. Letztere wäre die einzige Instiution, die keine Miete zu zahlen bräuchte, so Schwigon und Burhenne.

Kurze Wege und gemeinsame Projekte von vielen Dienstleistern und auch Ehrenamtlichen sollen aus dem heutigen Haus der Jugend ein soziales Zentrum für alle Generationen machen. Eine Seniorenbegegnungsstätte würde dort zwar gut hinein passen, sagte Burhenne, aber es tue dem Konzept auch keinen Abbruch, wenn der Treffpunkt nun im Werzeiko-Haus verbleibe (wir berichteten).

Das Geschwister-Scholl-Haus sei das einzige Objekt in der Stadt, "wo man buchstäblich nur eine Tür zwischen alt und jung öffnen braucht", sagt Schwigon. Ziel der Umorganisation sei einerseits die Kostenersparnis durch die Untervermietungen, aber auch "uns für die Zukunft gut aufzustellen", sagt Burhenne. Denn die Bevölkerung verändert sich: Die Mündener werden "weniger, älter, ärmer und bunter", beschreibt es Schwigon. Dem könne man begegnen, indem man Ehrenamtliches Engagement bündele und soziale Angebote vernetze. (tns)